Schultheater.Leben | Bremen | 22.09. bis 27.09.2024

Workshop VI

Auf den Spuren der Empathie - mit Leicy Valenzuela

Ein Workshop für eine nachhaltige Zukunft

 

Wir stehen derzeit vor einer dringenden Klimakrise, die es unbedingt zu thematisieren gilt. Wie die Philosophin Marina Garcés betont, benötigen wir daher eine “neue radikale Aufklärung“ die auch andere Spezies involvieren sollte. Doch welche Veränderungen sind notwendig, und vor allem, wie können diese Themen im Bildungskontext angegangen werden?

In diesem Workshop werden wir Nachhaltigkeit aus einer resilienten und empathischen Perspektive erkunden. Performance Kunst bietet uns Werkzeuge, um zu verstehen, wie wir ästhetisch und künstlerisch über unser Leben nachdenken und damit in Beziehung treten. Dies geschieht zwischen Menschen, aber kann es uns auch dabei helfen, mit anderen Arten zusammenzuleben und gemeinsam zu kreieren? Wenn wir nur Empathie für diejenigen haben, die so aussehen wie wir, wie können wir andere Lebensformen respektvoll berücksichtigen?

Zu diesem Zweck werden wir Übungen zur radikalen Empathie durchführen und herausfinden, was wir noch benötigen, um eine echte Koexistenz zu ermöglichen. Darüber hinaus werden wir Wahrnehmungsübungen praktizieren, um Fähigkeiten des Zuhörers und der Wertschätzung für das Andere zu entwickeln. Vielleicht können wir auf diese Weise zu einer Multi- Spezies Gesellschaft beitragen, die sich gegenseitig unterstützt.

Leicy Valenzuela ist eine chilenische Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin, die in Berlin, Deutschland, lebt und arbeitet. Ihre Forschung und Praxis konzentrieren sich auf das Training der Bühnenpräsenz in Bezug auf den gegenwärtigen Zustand und das Konzept des „Nicht-Perfekten“ als performatives Element.
Ihre Bühnenarbeit begann am Nationaltheater von Chile und hat sich in Berlin mit verschiedenen Kollektiven wie Rimini Protokoll und She She Pop sowie Theatern wie dem HAU, das Deutsche Theater und das Theater an der Parkaue weiterentwickelt. Sie ist Mitbegründerin von Pink Valley, einem chilenisch-deutschen Performance-Kollektiv, das seit 2012 international arbeitet. Ihre Arbeit konzentriert sich auf interdisziplinäre Erfahrungen zu Themen wie Schicksal, Zeit, radikale Empathie und Vernetzung. Ebenso liegt der Fokus auf ihrer Arbeit mit jungen Menschen, Aufführungen zu Themen wie Ermächtigung in Bezug auf Gender, Immigration und Generierung von Kinderrechten.